Demut (Ricardo)
- sj4jc2u
- 17. Juni 2025
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Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
Lukas 18,9-14 (LUT)
Wir vergleichen uns gerne mit anderen. Ich habe mich an diese Geschichte erinnert. Wir können sie wunderbar in die heutige Zeit übertragen:
Ein Mensch namens Ricardo (der Pharisäer) kommt in die Gemeinde und zugleich ein böser Mensch (böse in Ricardos Augen). Ricardo sieht nach links und rechts um sich zu vergleichen. Er verherrlicht sich selbst. Der Böse dagegen schaut zu Boden.
Wir vergleichen uns mit Menschen die noch schlimmer sind als wir – ich bin immer noch besser als der da, der sich scheiden lassen hat. Unsere Politiker sind werden wenigstens keine Bomben.Was der Pharisäer tut, ist keine Sünde, aber der Stolz, der damit kommt, ist eine Sünde.
Ich möchte mich heute selbst ermahnen, nicht auf die hinabzusehen, die noch weniger von Gott wissen. Es geht nicht darum, ob du ein kleinerer oder größerer Sünder bist. Sünde trennt uns von Gott und es gibt keinen Unterschied in der Größe der Sünde. Wir glauben oft, dass wir durch gute Taten ganz weit nach oben kommen. Aber meine Bibel berichtet etwas anderes:
Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
Römer 3,27
Warum hat Gott Adam und Eva am sechsten Tag erschaffen und nicht vorher?
Er wollte alles fertig machen, damit sie sehen: Gott braucht nicht ihre Taten, ihre Hilfe bei der Schöpfung. Aber Er möchte ihre Gemeinschaft. Das einzige was sie von ihm trennen kann, ist die Sünde, der Baum.
Später tat er das gleiche wieder. Jesus starb am Kreuz. Er vollbrachte alles. Und wir müssen nichts mehr zu unserer Errettung erarbeiten.
Wenn ich vor dem Kreuz stünde, Jesus hängt dort und neben ihm ein Mörder, der einen meiner Liebsten getötet hat. Jesus vergibt diesem Mörder und sagt, du wirst mit mir im Paradies sein. Es würde mir sehr schwer fallen das anzunehmen.
David ist ein cooles Beispiel. In Psalm 139,23-24 – er war wütend auf die "Bösen" – bittet er Gott, sein Herz zu erforschen und zu prüfen ob er auf dem richtigen Weg ist.
In Lukas 18 nach dem Gleichnis vom Pharisäer und dem Zolleinnehmer, segnet Jesus dir Kinder. Er sagt, wer nicht glaubt wie ein Kind, wir nicht in den Himmel kommen.
Wie glaubt ein Kind? Von ganzem Herzen!


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