Nicht mein, sondern dein Wille geschehe (Ricardo)
- Simeon Weigel
- 17. Juni 2025
- 3 Min. Lesezeit
Ricardo, heute der Vater von drei Kindern, predigte an diesem Tag im April 2013 in einer krassen Situation. Seine erste Tochter, war an diesem Morgen gestorben, im Alter von wenigen Tagen. Er durfte in dieser Zeit auf tragische Weise erleben, wie schwer es ist diesen Satz zu sagen:
Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.
Ein Mann ging ins Gefängnis, um Menschen dort eine Freude zu machen. Er wollte sie bespaßen und ihnen so auch Gottes Wort weitergeben. Er ging hinein und als man ihm erklärte, er müsse seinen Gürtel abgeben, wegen der Gefahr, dass sich jemand damit erhängen könnte, realisierte er, in welch ein dunkles Umfeld er sich begeben hatte. Er vergaß alle Witze und betete zu Gott, dass er ihm seinen Willen zeige. Als er die Treppe hinauf ging, traf er einen Gefangenen mit Namen Mose und in diesem Moment gab Gott ihm Witze. Er sprach zu dem Gefangenen: “Das nächste Mal, wenn du zum Wärter kommst, bau dich groß vor ihm auf und sage: lass mein Volk ziehen!” - Alle lachten und hatten Spaß und er spürte, dass er im Zentrum von Gottes Willen war. Gott gibt dir nicht zu einer bestimmten Zeit in deinem Leben einen Plan, den du den Rest deines Lebens ausführen kannst. Er gibt uns Anweisungen Schritt für Schritt.
In dieser Zeit in den letzten Zehn Monaten haben wir so viel Heilung erlebt. Wir haben einander unsere Sündenn bekannt, weil unsere Tochter da war. Unsere Beziehung ist besser geworden, während wir so viele Schmerzen erlebt haben. Wir hatten zehn wunderbare Monate mit diesem Kind. Sie hat gelebt, auch als sie noch im Bauch war. Der Arzt, der uns zur Abtreibung geraten hatte, sagte letztlich, dass er nun erkannt habe, dass dieses Kind schon vor der Geburt gelebt hatte. Er kam zu uns und sagte, sie sei nicht wenige Tage alt sondern 10 Monate. EIne Schwester, die immer grantig war, wurde plötzlich von Freude ergriffen, weil sie sah, wie wir mit Gottes Hilfe in dieser Situation lebten.
Wir sahen unsere Tochter sterben und haben einen Engel in ihr gesehen, so friedlich schlief sie ein. Sie war nicht in Panik geraten. Wir sind getröstet, weil wir sie in Gottes Armen sicher wissen.
Lasst uns danach streben im Zentrum von Gottes Willen zu sein.
Mein Opa hat immer gesagt: “Wenn du nicht weißt, was gerade Gottes Wille ist, dann tu das, was dir gerade am schwierigsten erscheint.”
Im Matthäusevangelium Kapitel sechs lesen wir das Vaterunser:
… Dein Wille geschehe…
- wir müssen diesen Willen in unser Herz lassen, wenn wir als Christen leben wollen. In Kapitel 26 stand Jesus vor einer viel härteren Situation und sprach das Gebet:
Wenn du willst kannst du diesen Kelch an mir vorübergehen lassen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine, soll geschehen.
Ich habe meine Tochter gebraucht, um zu erkennen, dass es Gebiete gab, die noch nicht in Ordnung waren in meinem Leben. Mit dem Leben ist es wie mit einer Wohnung, an der Jesus anklopft. Wir können die Tür öffnen und ihm Hallo sagen, aber ihn nicht herein lassen. Wir können ihn ins Gästezimmer lassen und aus anderen Zimmern fernhalten.
… Aber wir sollten ihm alle unsere Zimmer anvertrauen, alle Bereiche unseres Lebens.
Wir haben einander in den letzten Tagen alle Sünden bekannt, auch die kleinen, die uns bis jetzt nicht wirklich gestört haben. Entscheide dich heute und öffne Jesus deine Tür und lass ihn rein. Lass ihn in jedes Zimmer, verschließe dich in keiner Weise vor ihm. Er möchte aufräumen. Du musst nicht vorher aufgeräumt haben.
Suche nach dem Zentrum von Gottes Willen. Lobe ihn mit deinem Leben.


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