Erforsche mich (Ronaldo)
- sj4jc2u
- 17. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ich bin Jugendleiter in meiner Gemeinde hier auf Hawaii. Vor kurzem kam unser Pastor dort auf mich zu und sagte, er habe mit zwei Jungs gesprochen, die neue Mitarbeiter für unsere Jugendgruppe werden könnten. Er fragte mich, ob ich nun auch noch mit ihnen sprechen könne. In diesem Moment wusste ich, dass diese Jungs perfekt für diese Mitarbeit waren. Ich wusste in meinem Kopf und in meinem Herzen, dass der Pastor eine gute Wahl getroffen hatte, aber in meinem Bauch stieg ein Gefühl hoch, dass ich gerne zuerst mit ihnen geredet hätte. In diesem Moment wusste ich nicht was es war. Der Pastor merkte, dass mir nicht ganz wohl war, bei dem, was er gesagt hatte. Er fragte mich danach, doch ich versicherte ihm, dass es OK war, da ich es in dem Moment nicht verstand - ich war doch einverstanden. Dennoch bahnte sich dieses Gefühl in mir an und ich konnte es in dem Moment weder einordnen noch unterdrücken. Ich sprach mit den Jungs und sie sind wirklich die besten für unser Team. Am Abend betete ich zu Gott und verstand was jenes Gefühl gewesen war. Es war ein Anflug von Stolz in mir. Ich war stolz und wollte nicht, dass mein Pastor mir die Ehre nahm, zuerst mit den neuen Mitarbeitern zu sprechen.
Es war kein gutes Gefühl. Ich wollte dieses Gefühl nicht haben. Dieses Gefühl war nicht, was Gott in mir wirkte. Also muss es vom Feind gewesen sein. Du magst sagen, es war nur eine Kleinigkeit, aber warum sollte ich etwas in meinem Herzen dulden, was nicht gut ist? Warum etwas dulden, was nicht Gottes Plan dient, weil alles Gute von ihm kommt? Ich sprach mit dem Pastor darüber, dass ich stolz gewesen war. Er meinte, das sei OK, doch ich sagte: Nein, ich will dieses Gefühl nicht haben. Ich finde es nicht OK, dass ich auf diese weise stolz bin. Das ist nicht Gottes Geist, der da in mir wirkt. Ich möchte Gott die Möglichkeit geben, das aus meinem Leben zu entfernen.
Wir sollten in solchen Situationen nicht sagen: Das ist nur eine Kleinigkeit. Wir sollten das nicht herunterspielen. Wenn wir etwas lernen können, wenn wir Gott in unseren Herzen ähnlicher werden können, sollten wir uns nicht sträuben, sondern ihm die Möglichkeit geben uns zu verändern, uns zu korrigieren, uns zu heilen, auch wenn es uns demütigt. Gesunde Demut ist ein schöneres Gefühl, als verletzter Stolz, glaube mir.
Lasst uns dieses Gebet beten:
Herr erforsche mich und prüfe wie ich es meine. Prüfe ob ich auf bösem Weg bin und führe mich auf ewigem Weg.
Lasst uns dieses Gebet beten und es ernst meinen. Gott möchte uns verwandeln in das Ebenbild seines Charakters, seiner Identität. Er möchte in uns durch seinen Geist wirken. Er möchte in uns seine guten Eigenschaften wachsen lassen. Wollen wir Gott durch uns wirken lassen? Eine Übung, die ich auf dem Herzen hatte ist folgendes: Lasst uns heute wenigstens einer Person ein ehrliches Lob aussprechen.
Vergleiche: Psalm 139,1;13-14;23-24 | 2. Korinther 3,2;12-18


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